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Liebesgedicht der Woche

19. Mai 2013: Liebesgedicht

Aber Liebe… vervollkommnet
das Auge mit kostbarem Sehen;
Das Auge eines Liebenden
läßt das des Adlers blind erscheinen;
Das Ohr eines Liebenden
nimmt selbst tiefste Töne wahr,
so dam argwöhnischen Kopf
Einhalt geboten wurde es für sich zu stehlen:
Der Liebe Gefühl ist sanfter und feiner als die
empfindsamen Fühler der zartesten Schnecke.

William Shakespeare

15. Mai 2013: Liebesgedicht: “Im wunderschönen Monat Mai…”

Im wunderschönen Monat Mai…

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.

Heinrich Heine

9. Mai 2013: Schönes Zitat

“Die Kunst zu leben besteht aus einer guten Mischung aus Loslassen und Festhalten.”

Henry Ellise

24. März 2013: Liebesgedicht

Ach, wie sehn ich mich nach dir,
Kleiner Engel! Nur im Traum,
Nur im Traum erscheine mir!
Ob ich da gleich viel erleide,
Bang um dich mit Geistern streite
Und erwachend atme kaum.
Ach, wie sehn ich mich nach dir,
Ach, wie teuer bist du mir,
Selbst in einem schweren Traum.

Dieses Gedicht wird Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben.

24. Februar 2013: Liebeslied

Liebeslied

Wie soll ich meine Seele halten, dass
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden, stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Spieler hat uns in der Hand?
O süßes Lied.

Rainer Maria Rilke

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